FAQ (frequently asked questions)

Häufig in unserer Sprechstunde oder per E-Mail gestellte Fragen zur Lasik

  • Fragen zum medizinischen Eingriff 2. - 13.
  • Fragen zur Gerätetechnik und Qualifikation der Mitarbeiter .1, 20. - 22.
  • Fragen zum Verhalten und möglichen Nebenwirkungen 14. - 16.
  • Fragen zu den Kosten 17. - 19.
1. Sind die Mitarbeiter am Lasikzentrum Optivision Oldenburg® ausreichend qualifiziert?

Das Lasikzentrum Optivision Oldenburg® ist direkt assoziiert mit der Augen-Tagesklinik. Seit 1997 sind über 15.000 Eingriffe am Auge durchgeführt worden. Das KTQ- Qualitätsmanagement gewährleistet zudem die Weiterbildung aller Mitarbeiter des Lasikzentrums, die an der Voruntersuchung, Durchführung und Nachbetreuung von Lasikoperationen beteiligt sind.

2. Kann man erblinden?

Nein. Eine Erblindung kann nicht auftreten. Erreicht die Sehleistung nach der Lasikkorrektur nicht die vor der OP korrigierte Sehschärfe, kommt eine qualifizierte Nachbehandlung in Betracht. Mehr als eine Visusstufe zu verlieren, ist sehr selten.

3. Wird der Sehfehler 100%ig behoben?

Nicht immer. Ein verbleibender Restfehler kann 6 bis 8 Wochen mit einer Nachkorrektur behoben werden. Die Notwendigkeit für die Nachbehandlung einer Kurzsichtigkeit liegt zwischen 5 - 7%, je nach Ausgangslage. Für höhere Sehfehler empfiehlt sich gegebenenfalls ein zweizeitiges Vorgehen, bei dem das Fein- Tuning mit Hilfe der Lasik erfolgt, nachdem im ersten Schritt eine phake Kunstlinse, die den groben Fehler korrigiert, eingesetzt wird (Bioptics).

4. Wie oft ist die Laserbehandlung möglich?

Es sind mehrere Nachbehandlungen möglich. Am Lasikzentrum Optivision Oldenburg® sind gelegentlich zwei, in einem Fall 3 Nachkorrekturen durchgeführt worden, bevor das Ergebnis für den Patienten optimiert war. Die Gewebedicke ist ein limitierender Faktor. Mit jeder Nachkorrektur wird Hornhautgewebe abgetragen, das sich nicht erneuern kann. Dieses ist bei der Planung einer Lasik zu berücksichtigen.

5. Wie lang hält die Korrektur an?

In der Regel für immer. Sind die Eingangskriterien für die Laserbehandlung erfüllt, bleibt die Korrektur dauerhaft. Aber: Die Hornhaut und das Auge ist ein biologisches und daher komplexes System. Kleinere Änderungen der Achsenlänge und der Hornhautkrümmung unterliegen daher Änderungen, die sich im geringen Maße auch auf die Brechkraft auswirken können.

6. Gibt es Nebenwirkungen?

Ja, aber sie sind in aller Regel vorübergehend. Eine vermehrte Blendempfindlichkeit, ein leichtes Fremdkörpergefühl und eine schwankende Sehschärfe in den ersten Wochen nach der Behandlung werden regelmäßig beschrieben. Vorübergehende Blendringe um Leuchtquellen sind selbst bei der Behandlung hoher Kurzsichtigkeiten mit dem Eye-Q Normogrammen selten geworden.

7. Können eventuelle Dauerschäden auftreten, wenn ja, welche?

Eine „Ausbeulung“ der Hornhaut in Form eines hängendes Tropfens, die Keratektasie, ist eine Veränderung, die ein bis drei Jahre nach Laserbehandlung in sehr seltenen Fällen (1:10.000 Behandlungen) auftreten kann. Am ehesten, wenn das verbleibende unbehandelte Hornhautgewebe die Mindestdicke von 250uum unterschreitet. Oder wenn eine vorbestehende Hornhauterkrankung (z.B. beginnender Keratokonus bei Männern) in der Untersuchung nicht erkannt wird.

Bei sorgfältiger Voruntersuchung durch das geschulte Personal sollte dieses aber nicht passieren. Im Falle einer Keratektasie kommt eine Cross- Link Technik zur Vernetzung der Hornhautlamellen in Betracht.

8. Gibt es eventuell Spätfolgen und können diese schon zum jetzigen Zeitpunkt beurteilt werden?

Ein Trockenheit des Auges, die über den Zeitraum von 4 Wochen anhält, ist selten möglich. Die Benetzungstherapie mit Tränenersatzmitteln über diesen Zeitraum hinaus ist üblich, oder der Einsatz von „punctum plugs“. Das sind Mini-Stöpsel, die in die ableitenden Tränenkanälchen an den Lidrändern vorübergehend eingesetzt werden.

9. Was kann im schlimmsten Fall passieren?

Die Keratektasie war bis vor etwa 5 Jahren (Stand Dezember 2009) in letzter Konsequenz mit einer durchgreifenden Transplantation einer Spenderhornhaut zu beheben. Mittlerweile gibt es mit der „Cross-Link“ Therapie eine gewebeerhaltende Maßnahme, die die Hornhaut neu vernetzt und damit stabilisiert. Dieses dient als Grundlage, um die „ausgebeulte“ Hornhaut später mit der T- CAT Behandlung neu zu modellieren.

Alternativ kommen Implants (kleine Kunststoffstäbchen) die in mittlere Tiefe der Hornaut zur Stabilisierung eingesetzt werden, zur Anwendung. Bei Infektionen wird je nach Aggressivität der Keime, Teile des Hornhautgewebes angedaut und verändert. Ein rasches Handeln mit antibiotischen Lösungen ist wichtig. Sollte die Hornhaut ihre Form und daher die optische Eigenschaft nach Abheilung verändert haben, muss mit einer Laserbehandlung (T-CAT Behandlung) nachmodelliert werden.

10. Bestehen Erfahrungen über längere Zeit, Langzeiterfahrungen?

Es liegen Erfahrungen seit 1991 mit der Lasik vor, für die PRK- Behandlung sogar noch einige Jahre mehr. Seit etwa 2001/2002 wurden die älteren Laser- und Steuerungstechnologien abgelöst durch Systeme, die einen „Flying- Spot“ Modus verwenden, mit „Eye- Trackern“ feine Blicksakkaden des Auges während der Behandlung ausgleichen und durch schnellere Laserköpfe kürzere Behandlungszeiten und größere optische Zonen ermöglichen.

11. Wie lange dauert die Laserbehandlung?

Der Eingriff dauert etwa 5 bis 7 min. pro Auge. Der Aufenthalt am Tage der Behandlung dauert etwa 70 min. einschließlich der postoperativen Ruhezeit.

12. Wie lange dauert die Nachsorge?

Es sind Kontrollen am 1. Tag, nach 1 Woche und nach 4 Wochen notwendig, wir empfehlen eine Abschlusskontrolle nach 3 Monaten. Ist Ihr Wohnort weiter weg, kann ein Teil der Nachuntersuchungen auch bei Ihrem Augenarzt vor Ort vereinbart werden.

13. Zeitabstand zwischen beiden Augen?

In der Regel wird gewünscht, beide Augen an einem Tag gelasert zu bekommen. Der Aufwand für die Nachkontrollen reduziert sich dadurch. Aber auch getrennte Termine in einem Abstand von einem Tage, einer Woche oder mehrerer Wochen, sind möglich.

14. Kontaktlinsen vor OP?

Harte Kontaktlinsen sollten mindestens 3 Wochen, weiche Kontaktlinsen ebenfalls 3 Wochen vor der Voruntersuchung nicht mehr getragen werden. Dasselbe gilt für den Zeitraum vor dem Lasertermin.

15. Wie lange arbeitsunfähig?

Zwei bis drei Tage nach dem Lasertermin sollten Sie sich vom Arbeitsplatz beurlauben lassen. Trockene Büroluft und sehr staubige Arbeitsbedingungen sind für den Zeitraum danach nachteilig für das Auge.

16. Schmerzen?

Bei der Epi- Lasik oder Lasek, also der Oberflächenbehandlung der Hornhaut ohne Flap (engl. Deckelchen), erzeugen meist einen größeren Reizzustand. Zudem wird ein vermehrter Tränenfluß und ein Fremdkörpergefühl beschrieben.

Bei der Lasik sind die Beschwerden geringer. Ein vorübergehendes Gefühl des „Trockenen Auges“ kommt allerdings auch hier vor. Plötzlich auftretende Beschwerden nach einem reizfreien Intervall können ein Signal für eine Komplikation sein und Sie sollten unsere Einrichtung ohne zu zögern auch außerhalb der festgesetzten Kontrollintervalle aufsuchen.

17. Was kostet die Behandlung, was zahlt die Krankenkasse?

Die Kosten sind als außergewöhnliche Belastung nach § 33 EStG gegenüber dem Finanzamt bei der Einkommensteuererklärung geltend zu machen. Private Krankenkassen haben einen Ermessensspielraum über eine Bezuschussung zu entscheiden. In der Regel werden die anteiligen Kosten für Brillen und Kontaktlinsen verrechnet.

18. Gibt es Altersgrenzen?

Volljährigkeit wird vorausgesetzt, da es sich um einen Wahleingriff handelt. Ansonsten kann der Eingriff in jedem Alter durchgeführt werden.

19. Altersbedingte Sehschwäche?

Man kann mit einem Lasereingriff auch die Altersfehlsichtigkeit, also das nachlassende Vermögen des Auges für eine Naheinstellung korrigieren, allerdings nur wenn beide Augen zuvor eine volle Sehleistung hatten.

Wir empfehlen dieses Verfahren- advanced Monovision- nur bei bestimmten Ausgangslagen. Nicht jedes Augenpaar ist hierfür geeignet. In der Regel wird eine Lesebrille für eine Tätigkeit am Schreibtisch ab etwa dem 45 LJ. notwendig sein- wie bei einem Normalsichtigen auch.

20. Wie modern sind die Geräte bei Ihnen?

Am Lasikzentrum Optivision Oldenburg® wird die Plattform- die Wavelight Technologie- regelmäßig aktualisiert. Nur in Kleinstudien erprobte und bewährte Up- Grades der Behandlungssoftware wird in den medizinischen Betrieb eingeführt.
Die Zufriedenheit nach Laserbehandlung ist das höchste Anliegen, Qualität des Sehens ist das oberste Gebot.

21. Werden neueste OP Techniken angeboten?

Ja. Aber am Lasikzentrum Optivision Oldenburg® wird darauf Wert gelegt, das neue Produkte sich in klinischen Erprobungsstudien zunächst bewährt und eine Zulassung, beispielsweise nach der FDA (Food and Drug Administration, USA) erhalten haben.

22. Regelmäßige Wartung der Geräte?

Die Gerätetechnologie und das Personal am Lasikzentrum Optivision Oldenburg® unterliegt in 3-facher Hinsicht einer Überwachung. Durch das KTQ- Qualitätsmanagement, durch die Wartungs- und Inspektionsverträge mit den Technologieherstellern (Wavelight, SIS, Oculus) und durch den TÜV- Nord.

Bei wem ist eine Lasik-Operation nicht sinnvoll?
  • Bei Kindern
  • Bei Schwangeren oder stillenden Müttern (auf einen späteren Zeitpunkt verschieben)
  • Bei Altersfehlsichtigkeit (bis heute hilft nur eine Lesebrille gegen dieses Leiden).
  • Bei bestehendem Keratokonus (Krankheitsbild mit verdünnter Hornhaut)
  • Bei Schwachsichtigkeit zum Beispiel durch Schielen (LASIK kann die Fehlsichtigkeit ein wenig optimieren, nicht jedoch die angeborene Sehschwäche)
Habe ich nach der LASIK-OP sichtbare Narben?

Nein, es entstehen keine sichtbaren Narben.

Wie fühlen sich meine Augen direkt nach der OP an?

Durch den Eingriff kann es zu Rötungen des Auges und zu verstärkter Tränensekretion kommen. Das sind absolut normale Reaktionen die sich schnell legen. Einige Zeit später kann es zur gegenteiligen Reaktion kommen: Das Auge wird trocken, es fühlt sich an als wäre ein Fremdkörper hineingeraten. Die LASIK-Spezialisten helfen Ihnen dann mit Tränenersatzmitteln. Manche Menschen klagen auch über Blendungserscheinungen wie Lichthöfe um Lampen. Auch das ist ungefährlich und verliert sich meist nach wenigen Wochen. Nicht auftreten dürfen in jedem Fall starke Schmerzen oder plötzliche Sehverschlechterung nach zunächst gutem Sehn postoperativ.