Nächtliche Sehschärfe mit ICL vs. LASIK

Nächtliche Sehschärfe mit ICLs – die ICL übertrifft die Sehschärfe der Lasik

Die Armeekräfte sind diversen Umständen wie Krieg und anderen traumatischen Erlebnissen ausgesetzt. Bedingt durch die extrem starke Beanspruchung müssen das Militär über eine exzellente Sehschärfe verfügen. Die US Army hat einen sehr konservativen Ansatz bzgl. der Akzeptanz neuer Technologien. Deshalb muss jede neue Möglichkeit in der refraktiven Chirurgie einer Studie unterzogen werden, in der die Stabilität und die Sicherheit nachgewiesen wird, bevor sie bei der Army zum Einsatz kommt. Seit 2003 haben sich mehr als 160000 Mitglieder der Army den Nutzen einer phaken Linsen-Implantation unterzogen, insbesondere der Visian ICL ( Staar). Einer der Zentren, welches Ergebnisse der Studie veröffentlichte, ist Fort Hood, Texas in dem fast 4000 refraktive Eingriffe im Jahr durchgeführt werden.

Im Zuge der Forschung wurden zwei Studien durchgeführt. In der ersten Studie (06.´08 bis 07.´09) wurden 139 Augen mit ICL´s drei Monate nach der OP untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass in 96% der Fälle mind. eine Sehstärke von 1,0 erreicht wurden. Verglichen mit der bestmöglichen prä-operativen Sehschärfe mit der Korrektion ist der unkorrigierte Visus nach der OP in 79% gleich gut oder sogar besser. Blenderscheinungen und Halos traten nur bei 4,8% der Patienten auf, wobei dies in 2 Fällen auf eine Iridotomie zurückzuführen ist. Eine Iritis und Nachtblindheit wurden jeweils nur bei 1 Patienten festgestellt und 3 ICL´s wurden wieder explantiert. Weitere Vorkommnisse oder Abnormalitäten wurden nicht festgestellt, sodass aus dieser retrospektiven Studie die Autoren den Schluss zogen, dass die frühen Ergebnisse der Visian ICL´s effektive Ergebnisse in dieser Population zeigten, wenn Hornhaut-Topographie und die Hornhautdicke eine Lasik ausschlossen.

Die 2. Studie erfolgte prospektiv und untersuchte 95 Augen hinsichtlich der nächtlichen Sehschärfe nach einer Lasik (48 Augen) oder einer Visian ICL Implantation (47 Augen). Drei Monate nach der OP erreichten 96% eine unkorrigierte Sehschärfe von mind. 1,0. Dabei lagen 92% der Lasik-Patienten und 98% der ICL-Patienten bei +/- 0,5dpt. Darin inbegriffen sind astigmatische Augen bis Zylinder 1,5dpt und/ oder abnormale Hornhäute. Im Vergleich der beiden Gruppen konnte kein signifikanter Unterschied in der Tagessehschärfe festgestellt werden. In der ICL-Gruppe konnte eine signifikante Verbesserung der Kontrastsensitivität bei Tageslicht sowie der Dämmerungssehschärfe nachgewiesen werden. Weiterhin konnte in beiden Gruppen eine signifikante Steigerung der Kontrastsensitivität bei Dämmerungslicht festgestellt werden, wobei die Steigerung statistisch signifikant größer in der ICL-Gruppe vorlag. Dies kann vermutlich auf eine größere Zunahme der Aberrationen höherer Ordnung zurückzuführen sein, welche nach einer Lasik im Vergleich zur ICL-Implantation festgestellt wurde.

Zusammenfassung:

Nach mehr als 1500 ICL-Implantationen an verschiedenen Army-Refraktion-Zentren gab es keinen Fall einer Netzhautablösung, Endophthalmitis, zystoides Makularödem oder traumatischer Linsendislokation. Die ICL liefert scharfes Sehen und exzellente Kontrastsensitivität bei Dämmerung. Das sind 2 wichtige Aspekte für Soldaten und andere Patienten, die nachts tätig sind.

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